2014-07-10 Hintergrund f

Die Musik der „Piano Melancolia“-Reihe verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll sie beruhigen, entspannen und zum Träumen anregen. Zum anderen sind die Stücke so geschrieben, dass man beim Spielen selbst in einen angenehmen, meditativen Zustand gerät. Viele, gerade Erwachsene Klavier-Anfänger, wünschen sich ja genau das: Klavierspielen als ein entspannendes Hobby. Leider steht da häufig das harte Üben im Weg… Meine Musik ist jetzt nicht wirklich „leicht“ nachzuspielen, aber wer die Stücke aus dem „Amelie-Film“ beherrscht und „River flows in you“ bereits spielen kann, für den dürfte sie kein Problem sein. Alle Noten findet man entweder im Download-Menü oder in einem der unteren Beiträge. Wer mag, kann sich während dem Lesen der einzelnen Beiträge die Musik anhören. Dazu muss man nur oben auf den Play-Button drücken…
Herzlichst Carl Jürgen Emert

Eines der schönsten Komplimente der letzten Wochen bekam ich von einer begeisterten Klavierspielerin, die als Kommentar auf meinem Blog schrieb, dass man sich nach dem Hören meiner Musik besser fühlt als vorher.

Schöner kann man den Sinn von Entspannungsmusik nicht beschreiben. Und viel mehr geht auch nicht. Ob Musik nun dazu führt, dass man sich besser konzentrieren kann, in einen tiefen Schlaf sinkt, oder sein perfektes Ying und Yang findet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Entscheidend ist, dass die Musik nachhaltig wirkt, dass man gestärkt ist und sich gut fühlt, lange, nachdem die Musik verklungen ist. Deshalb finde ich auch den Begriff der Regeneration mindestens so sinnvoll, wie den der Entspannung. Weiterlesen

Dieser Frage wird in dem folgenden WDR2 Beitrag nachgegangen: Studien haben gezeigt, dass melancholische Musik stimmungsaufhellende Hormone aktiviert und vergleichbar ist mit der beruhigenden Wirkung von Tränen. Forscher bezeichnen die vorwiegend weiblichen Hörer dieser Spielart als emphatische Geniesser und als „musikalische Traurigkeitsgeniesser“. Damit ist nicht die Frage geklärt, inwieweit „Piano Melancolia“ entspannend wirkt, aber immerhin wird bestätigt, dass der Genuss von trauriger (Klavier)musik gut tut.

Grundsätzlich wird ein guter Film durch den richtigen Einsatz von Musik noch besser. Wie gut wären beispielsweise Hitchcocks „Psycho“ ohne das „Messer“-Motiv von Bernhard Herrmann oder Spielbergs „Der weiße Hai“ ohne die Musik von John Williams? Und wie erfolgreich wäre wohl  „Ziemlich beste Freunde“ ohne den Soundtrack von Ludovico Einaudi geworden?

Dass ein Film komplett durch Klaviermusik gestaltet wird, ist selten. Häufiger bestimmen zumindest ein oder zwei Klaviertitel einen Film, wie bei „Forrest Gump“ oder „Die wunderbare Welt der Amelie“. Viele dieser Filme wurden sehr erfolgreich. Hier eine Auswahl:  Weiterlesen

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Ein neues „Entspannungsmusik für Dich“-Album ist in Arbeit. Besser gesagt, es ist praktisch fertig. Die Musik-Dateien liegen bei meinem Tontechniker, die Sounds der Stücke werden gemischt und anschließend gemastert. Ich kann jetzt nur noch warten – und in den Blog schreiben: Seit April besitze ich einen iMac inklusive dem wunderbaren Musikprogramm „Logic Pro“. Man kann über Apple sagen was man will, mir als Musiker erleichtert dieses Programm die Arbeit ungemein. Weiterlesen

Wer kennt das nicht? Viele Entspannungssuchende möchten sich Alben mit entspannender Musik zulegen. Dazu stöbern Sie – sofern Sie keinen konkreten Interpreten kennen – in diversen Suchlisten von Amazon, iTunes oder anderen Online-Anbietern und geben als Suchbegriff, Entspannungsmusik, Entspannung, oder je nach Anwendungsbereich Yoga, Mediation oder Wellness ein.
Auch ich habe vor 4 Jahren erstmals den Begriff Entspannungsmusik in meine CD Titel integriert – schließlich sollten meine Kunden auch wissen was sie erwartet. Damals gab es noch keine Streaming-Kanäle und der Markt an Wellnessprodukten war einigermaßen überschaubar.
Wer heute aber auf Apple Music oder Spotify entspannte Alben sucht, findet hunderte von Ergebnissen mit den gleichen billigen schlafendeFrauamStrandunterpalmenliegend-Covern und fragwürdigen Interpretennamen und braucht viel Geduld ein wirklich gutes Album zu entdecken.
Der Grund dafür liegt in der Verfahrensweise der Musikindustrie, Downloads von MP3s zu generieren: Weiterlesen

Nachdem mich viele Freunde und Bekannte gebeten haben, doch bitte noch einmal ein Wellness-Album zu produzieren, habe ich die Arbeit an meinem dritten Piano Melancolía – Album unterbrochen und mich der Aufgabe gestellt. Schon 2011 habe ich für einen befreundeten Hotelier ein Album aufgenommen, dass im Wellnessbereich seines Hotels und als Gästegeschenk zum Einsatz kam. Während ein reines Klavieralbum vor allem durch die ruhige, rhythmische Struktur und entsprechend zurückhaltende Motive einen entspannenden Charakter erhält, muss ein mit Keyboard aufgenommenes Wellnessalbum seine entspannende Wirkung zusätzlich durch einen besonderen Sound entfalten – und möglichst meiner befreundeten Yogalehrerin, dem Pilates-Trainer, den Kunden des Massagestudios und so ziemlich jedem gestressten Arbeitnehmer gefallen, der am Abend todmüde in seinen Sessel plumpst. Weiterlesen

Ende April erschien das Crossover Album „Sylva“ von Snarky Puppy und dem Metropol Orchestra. Ein sensationeller Mix aus Jazz, Funk und klassischen Elementen. In dem 15-minütigen Stück „The Curtain“ versteckt sich ein zauberhaftes Klavier-Solo. Es ist der perfekte Ruhepol in Mitten eines aufwühlenden Klangfeuerwerks. Auf Youtube hat  ein User bereits die Transkription hochgeladen. Die Noten wirken zunächst ganz unscheinbar. Eine Reihe von parallel und in Halben verlaufenen Akkorden in rechter und linker Hand. Eine zarte, synkopierte Melodie entwickelt sich und steigert sich von triolischen Bewegungen hin zu perlenden Klangkaskaden. Der britische Pianist von Snarky Puppy, Bill Laurance, spielt es großartig. Seine beiden Soloalben „Swift“ und „Flint“ sind keine reinen Klavieralben, aber extrem spannend und abwechslungsreich. Sehr empfehlenswert!

Auf vielfachen Wunsch stelle ich an dieser Stelle die Noten von Palisades zur Verfügung. Das Stück hat die meisten Aufrufe bei Soundcloud und ist demnach besonders beliebt: Palisades

Die kurzen Vorschläge sind nur anzudeuten. Die Takte 9-12 sind etwas „tricky“. Die Notation stimmt nicht ganz mit der Aufnahme überein. Ich variiere diesen Teil sehr gerne. Der Daumen der linken Hand kann sich dabei rhythmisch verselbstständigen. In den Takten 105-112 ist das Variieren des Motivs ausdrücklich gewünscht. Wie stark ihr die Melodie und den Rhythmus verändern wollt, bleibt euch selbst überlassen. Tempo und Dynamik sollten langsam zunehmen und danach ganz zurückgehen.