Die Musik der „Piano Melancolia“-Reihe verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll sie beruhigen, entspannen und zum Träumen anregen. Zum anderen sind die Stücke so geschrieben, dass man beim Spielen selbst in einen angenehmen, meditativen Zustand gerät. Viele, gerade Erwachsene Klavier-Anfänger, wünschen sich ja genau das: Klavierspielen als ein entspannendes Hobby. Leider steht da häufig das harte Üben im Weg…  Continue reading

Stockholm ist eine faszinierende Stadt. Auch bei einem sommerlichen Starkregen hat sie einen gewissen Charme, besonders wenn man sich auf dem schwimmenden Pavillon aufhält, der sich direkt vor der Insel Djurgården unterhalb der Brücke Djurgårdensbron befindet. Genau dort und genau in dieser Situation fiel mir die Melodie zu „Diving in Silence“ ein, der neuen Single aus meinem Ende November erscheinenden Album „Talking Canvas“. Wer die Musik, aus dem Video in voller Länge hören will, findet unter dem Beitrag den Link zu Spotify.

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In wenigen Wochen erscheint mein neues Album. Es heißt „Talking Canvas“. Auf den Beinamen „Entspannungsmusik Klavier“ verzichte ich diesmal. Nicht, weil meine Musik nicht mehr entspannend wirkt, sondern weil es einen passenderen Begriff gibt: „Neoklassik“ ist im Trend und – ehrlich gesagt – passt dieser neue Genre-Begriff viel besser zu meinen kleinen Klavierstücken. Und es wertet die Musik auf, denn „Neoklassik“ enthält ja den stolzen Begriff „Klassik“, der für die bedeutendste Musikepoche des Abendlandes steht. Dabei erinnern mich viele Werke der neoklassischen Komponisten eher an die Präludien von Bach, mit ihren immer wiederkehrenden rhythmischen Pattern (Bach würde „inventio“ dazu sagen). Das klassische Entwicklungsprinzip, das Beethoven perfektioniert hat, fehlt in der Neoklassik völlig. Vielleicht ist diese Musik auch gerade deshalb so entspannend, weil musikalisch wenig passiert und sich vieles wiederholt. Man kann sie nebenbei hören, ohne, dass es weh tut.

 Nachdem mich viele Leser meines Blogs ausdrücklich gebeten hatten, meine Klavierstücke in einem Notenalbum zu veröffentlichen, habe ich mir ein Herz gefasst und mich an die Arbeit gemacht. Die Zusammenstellung ist nicht unbedingt als Klavierschule gedacht. Trotzdem kann man an einiges an den Stücken lernen. Bestenfalls, dass Klavier zu spielen, auch jenseits von Kunstfertigkeit und Talent, glücklich macht. Oder, um es weniger euphorisch zu formulieren: Klavierspielen kann ein wunderbares Hobby sein, dass dem eigenen Wohlbefinden dient. Ich will nicht anmaßend sein – auch Chopin, Mozart und Bach können glücklich machen, gerade Bachs Musik zu spielen ist, wenn man die Stücke perfekt beherrscht, einfach wunderbar. Nur – der Weg bis man diese Fähigkeit besitzt, ist langwierig und schwierig und für einen berufstätigen Hobby-Musiker kaum zu schaffen.

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Warum hören wir eigentlich so gerne traurige Musik? Ein sehr empfehlenswerter Artikel aus der Süddeutschen Zeitung (geschrieben von Boris Hänßler)  hat darauf eine Antwort: Traurige Musik kann eine Reihe von komplexen Assoziationen auslösen, die positiv besetzt sind: Nostalgie, Ruhe, Zärtlichkeit, Transzendenz und Verwunderung (den ganzen Artikel gibt es hier): https://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-musik-im-kopf-1.2800972

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Auszeit – das neue Album von „Piano Melancolia“ ist ab sofort im Handel erhältlich – weltweit als Download oder Stream (iTunes, Amazon music, Spotify u.v.a.) und als CD bei Amazon. Klaviermusik zum Träumen und Innehalten, zum Auftanken und Kraft schöpfen. Neben vielen entspannenden, ruhigen Charakterstücken enthält das Album mit „Weckruf“ einen „Gute Laune“ -Ohrwurm und groovige Versionen zweier bereits veröffentlichter Titel. Wer meine Musik auf dem Klavier nachspielen möchte, findet 8 Stücke des Albums in dem erst kürzlich veröffentlichten Notenalbum „Best of Piano Melancolia“ (siehe Blog-Beitrag weiter unten).

https://www.amazon.de/dp/B07658W9V6

Wenige Tage vor Veröffentlichung meines neuen Piano Melancolia Albums gibt es schon jetzt ein Preview des Bonustracks „Weckruf“ auf Youtube mit der Transkription der Noten. Wie der Titel schon vermuten lässt, ist das Stück (im Gegensatz zu den meisten anderen auf dem Album) nicht zur Entspannung gedacht und gerade die Trio-Version verbreitet einfach nur pure gute Laune. Wer gut im Vom-Blatt-Spiel ist und ein Tablet besitzt kann gerne versuchen, das Stück nachzuspielen. Die Noten sind aber auch in dem gerade veröffentlichten „Best of Piano Melancolia“ – Klavieralbum zu finden.

Eines der schönsten Komplimente der letzten Wochen bekam ich von einer begeisterten Klavierspielerin, die als Kommentar auf meinem Blog schrieb, dass man sich nach dem Hören meiner Musik besser fühlt als vorher.

Schöner kann man den Sinn von Entspannungsmusik nicht beschreiben. Und viel mehr geht auch nicht. Ob Musik nun dazu führt, dass man sich besser konzentrieren kann, in einen tiefen Schlaf sinkt, oder sein perfektes Ying und Yang findet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Entscheidend ist, dass die Musik nachhaltig wirkt, dass man gestärkt ist und sich gut fühlt, lange, nachdem die Musik verklungen ist. Deshalb finde ich auch den Begriff der Regeneration mindestens so sinnvoll, wie den der Entspannung. Continue reading

Dieser Frage wird in dem folgenden WDR2 Beitrag nachgegangen: Studien haben gezeigt, dass melancholische Musik stimmungsaufhellende Hormone aktiviert und vergleichbar ist mit der beruhigenden Wirkung von Tränen. Forscher bezeichnen die vorwiegend weiblichen Hörer dieser Spielart als emphatische Geniesser und als „musikalische Traurigkeitsgeniesser“. Damit ist nicht die Frage geklärt, inwieweit „Piano Melancolia“ entspannend wirkt, aber immerhin wird bestätigt, dass der Genuss von trauriger (Klavier)musik gut tut.