Warum hören wir eigentlich so gerne traurige Musik? Ein sehr empfehlenswerter Artikel aus der Süddeutschen Zeitung (geschrieben von Boris Hänßler)  hat darauf eine Antwort: Traurige Musik kann eine Reihe von komplexen Assoziationen auslösen, die positiv besetzt sind: Nostalgie, Ruhe, Zärtlichkeit, Transzendenz und Verwunderung (den ganzen Artikel gibt es hier): https://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-musik-im-kopf-1.2800972

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Auszeit – das neue Album von „Piano Melancolia“ ist ab sofort im Handel erhältlich – weltweit als Download oder Stream (iTunes, Amazon music, Spotify u.v.a.) und als CD bei Amazon. Klaviermusik zum Träumen und Innehalten, zum Auftanken und Kraft schöpfen. Neben vielen entspannenden, ruhigen Charakterstücken enthält das Album mit „Weckruf“ einen „Gute Laune“ -Ohrwurm und groovige Versionen zweier bereits veröffentlichter Titel. Wer meine Musik auf dem Klavier nachspielen möchte, findet 8 Stücke des Albums in dem erst kürzlich veröffentlichten Notenalbum „Best of Piano Melancolia“ (siehe Blog-Beitrag weiter unten).

https://www.amazon.de/dp/B07658W9V6

Wenige Tage vor Veröffentlichung meines neuen Piano Melancolia Albums gibt es schon jetzt ein Preview des Bonustracks „Weckruf“ auf Youtube mit der Transkription der Noten. Wie der Titel schon vermuten lässt, ist das Stück (im Gegensatz zu den meisten anderen auf dem Album) nicht zur Entspannung gedacht und gerade die Trio-Version verbreitet einfach nur pure gute Laune. Wer gut im Vom-Blatt-Spiel ist und ein Tablet besitzt kann gerne versuchen, das Stück nachzuspielen. Die Noten sind aber auch in dem gerade veröffentlichten „Best of Piano Melancolia“ – Klavieralbum zu finden.

Eines der schönsten Komplimente der letzten Wochen bekam ich von einer begeisterten Klavierspielerin, die als Kommentar auf meinem Blog schrieb, dass man sich nach dem Hören meiner Musik besser fühlt als vorher.

Schöner kann man den Sinn von Entspannungsmusik nicht beschreiben. Und viel mehr geht auch nicht. Ob Musik nun dazu führt, dass man sich besser konzentrieren kann, in einen tiefen Schlaf sinkt, oder sein perfektes Ying und Yang findet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Entscheidend ist, dass die Musik nachhaltig wirkt, dass man gestärkt ist und sich gut fühlt, lange, nachdem die Musik verklungen ist. Deshalb finde ich auch den Begriff der Regeneration mindestens so sinnvoll, wie den der Entspannung. Continue reading

Dieser Frage wird in dem folgenden WDR2 Beitrag nachgegangen: Studien haben gezeigt, dass melancholische Musik stimmungsaufhellende Hormone aktiviert und vergleichbar ist mit der beruhigenden Wirkung von Tränen. Forscher bezeichnen die vorwiegend weiblichen Hörer dieser Spielart als emphatische Geniesser und als „musikalische Traurigkeitsgeniesser“. Damit ist nicht die Frage geklärt, inwieweit „Piano Melancolia“ entspannend wirkt, aber immerhin wird bestätigt, dass der Genuss von trauriger (Klavier)musik gut tut.

Grundsätzlich wird ein guter Film durch den richtigen Einsatz von Musik noch besser. Wie gut wären beispielsweise Hitchcocks „Psycho“ ohne das „Messer“-Motiv von Bernhard Herrmann oder Spielbergs „Der weiße Hai“ ohne die Musik von John Williams? Und wie erfolgreich wäre wohl  „Ziemlich beste Freunde“ ohne den Soundtrack von Ludovico Einaudi geworden?

Dass ein Film komplett durch Klaviermusik gestaltet wird, ist selten. Häufiger bestimmen zumindest ein oder zwei Klaviertitel einen Film, wie bei „Forrest Gump“ oder „Die wunderbare Welt der Amelie“. Viele dieser Filme wurden sehr erfolgreich. Hier eine Auswahl:  Continue reading

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Ein neues „Entspannungsmusik für Dich“-Album ist in Arbeit. Besser gesagt, es ist praktisch fertig. Die Musik-Dateien liegen bei meinem Tontechniker, die Sounds der Stücke werden gemischt und anschließend gemastert. Ich kann jetzt nur noch warten – und in den Blog schreiben: Seit April besitze ich einen iMac inklusive dem wunderbaren Musikprogramm „Logic Pro“. Man kann über Apple sagen was man will, mir als Musiker erleichtert dieses Programm die Arbeit ungemein. Continue reading

Wer kennt das nicht? Viele Entspannungssuchende möchten sich Alben mit entspannender Musik zulegen. Dazu stöbern Sie – sofern Sie keinen konkreten Interpreten kennen – in diversen Suchlisten von Amazon, iTunes oder anderen Online-Anbietern und geben als Suchbegriff, Entspannungsmusik, Entspannung, oder je nach Anwendungsbereich Yoga, Mediation oder Wellness ein.
Auch ich habe vor 4 Jahren erstmals den Begriff Entspannungsmusik in meine CD Titel integriert – schließlich sollten meine Kunden auch wissen was sie erwartet. Damals gab es noch keine Streaming-Kanäle und der Markt an Wellnessprodukten war einigermaßen überschaubar.
Wer heute aber auf Apple Music oder Spotify entspannte Alben sucht, findet hunderte von Ergebnissen mit den gleichen billigen schlafendeFrauamStrandunterpalmenliegend-Covern und fragwürdigen Interpretennamen und braucht viel Geduld ein wirklich gutes Album zu entdecken.
Der Grund dafür liegt in der Verfahrensweise der Musikindustrie, Downloads von MP3s zu generieren: Continue reading

Nachdem mich viele Freunde und Bekannte gebeten haben, doch bitte noch einmal ein Wellness-Album zu produzieren, habe ich die Arbeit an meinem dritten Piano Melancolía – Album unterbrochen und mich der Aufgabe gestellt. Schon 2011 habe ich für einen befreundeten Hotelier ein Album aufgenommen, dass im Wellnessbereich seines Hotels und als Gästegeschenk zum Einsatz kam. Während ein reines Klavieralbum vor allem durch die ruhige, rhythmische Struktur und entsprechend zurückhaltende Motive einen entspannenden Charakter erhält, muss ein mit Keyboard aufgenommenes Wellnessalbum seine entspannende Wirkung zusätzlich durch einen besonderen Sound entfalten – und möglichst meiner befreundeten Yogalehrerin, dem Pilates-Trainer, den Kunden des Massagestudios und so ziemlich jedem gestressten Arbeitnehmer gefallen, der am Abend todmüde in seinen Sessel plumpst. Continue reading

Ende April erschien das Crossover Album „Sylva“ von Snarky Puppy und dem Metropol Orchestra. Ein sensationeller Mix aus Jazz, Funk und klassischen Elementen. In dem 15-minütigen Stück „The Curtain“ versteckt sich ein zauberhaftes Klavier-Solo. Es ist der perfekte Ruhepol in Mitten eines aufwühlenden Klangfeuerwerks. Auf Youtube hat  ein User bereits die Transkription hochgeladen. Die Noten wirken zunächst ganz unscheinbar. Eine Reihe von parallel und in Halben verlaufenen Akkorden in rechter und linker Hand. Eine zarte, synkopierte Melodie entwickelt sich und steigert sich von triolischen Bewegungen hin zu perlenden Klangkaskaden. Der britische Pianist von Snarky Puppy, Bill Laurance, spielt es großartig. Seine beiden Soloalben „Swift“ und „Flint“ sind keine reinen Klavieralben, aber extrem spannend und abwechslungsreich. Sehr empfehlenswert!