In wenigen Wochen erscheint mein neues Album. Es heißt „Talking Canvas“. Auf den Beinamen „Entspannungsmusik Klavier“ verzichte ich diesmal. Nicht, weil meine Musik nicht mehr entspannend wirkt, sondern weil es einen passenderen Begriff gibt: „Neoklassik“ ist im Trend und – ehrlich gesagt – passt dieser neue Genre-Begriff viel besser zu meinen kleinen Klavierstücken. Und es wertet die Musik auf, denn „Neoklassik“ enthält ja den stolzen Begriff „Klassik“, der für die bedeutendste Musikepoche des Abendlandes steht. Dabei erinnern mich viele Werke der neoklassischen Komponisten eher an die Präludien von Bach, mit ihren immer wiederkehrenden rhythmischen Pattern (Bach würde „inventio“ dazu sagen). Das klassische Entwicklungsprinzip, das Beethoven perfektioniert hat, fehlt in der Neoklassik völlig. Vielleicht ist diese Musik auch gerade deshalb so entspannend, weil musikalisch wenig passiert und sich vieles wiederholt. Man kann sie nebenbei hören, ohne, dass es weh tut.

 Nachdem mich viele Leser meines Blogs ausdrücklich gebeten hatten, meine Klavierstücke in einem Notenalbum zu veröffentlichen, habe ich mir ein Herz gefasst und mich an die Arbeit gemacht. Die Zusammenstellung ist nicht unbedingt als Klavierschule gedacht. Trotzdem kann man an einiges an den Stücken lernen. Bestenfalls, dass Klavier zu spielen, auch jenseits von Kunstfertigkeit und Talent, glücklich macht. Oder, um es weniger euphorisch zu formulieren: Klavierspielen kann ein wunderbares Hobby sein, dass dem eigenen Wohlbefinden dient. Ich will nicht anmaßend sein – auch Chopin, Mozart und Bach können glücklich machen, gerade Bachs Musik zu spielen ist, wenn man die Stücke perfekt beherrscht, einfach wunderbar. Nur – der Weg bis man diese Fähigkeit besitzt, ist langwierig und schwierig und für einen berufstätigen Hobby-Musiker kaum zu schaffen.

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Warum hören wir eigentlich so gerne traurige Musik? Ein sehr empfehlenswerter Artikel aus der Süddeutschen Zeitung (geschrieben von Boris Hänßler)  hat darauf eine Antwort: Traurige Musik kann eine Reihe von komplexen Assoziationen auslösen, die positiv besetzt sind: Nostalgie, Ruhe, Zärtlichkeit, Transzendenz und Verwunderung (den ganzen Artikel gibt es hier): https://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-musik-im-kopf-1.2800972

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Wenige Tage vor Veröffentlichung meines neuen Piano Melancolia Albums gibt es schon jetzt ein Preview des Bonustracks „Weckruf“ auf Youtube mit der Transkription der Noten. Wie der Titel schon vermuten lässt, ist das Stück (im Gegensatz zu den meisten anderen auf dem Album) nicht zur Entspannung gedacht und gerade die Trio-Version verbreitet einfach nur pure gute Laune. Wer gut im Vom-Blatt-Spiel ist und ein Tablet besitzt kann gerne versuchen, das Stück nachzuspielen. Die Noten sind aber auch in dem gerade veröffentlichten „Best of Piano Melancolia“ – Klavieralbum zu finden.

Dieser Frage wird in dem folgenden WDR2 Beitrag nachgegangen: Studien haben gezeigt, dass melancholische Musik stimmungsaufhellende Hormone aktiviert und vergleichbar ist mit der beruhigenden Wirkung von Tränen. Forscher bezeichnen die vorwiegend weiblichen Hörer dieser Spielart als emphatische Geniesser und als „musikalische Traurigkeitsgeniesser“. Damit ist nicht die Frage geklärt, inwieweit „Piano Melancolia“ entspannend wirkt, aber immerhin wird bestätigt, dass der Genuss von trauriger (Klavier)musik gut tut.

Grundsätzlich wird ein guter Film durch den richtigen Einsatz von Musik noch besser. Wie gut wären beispielsweise Hitchcocks „Psycho“ ohne das „Messer“-Motiv von Bernhard Herrmann oder Spielbergs „Der weiße Hai“ ohne die Musik von John Williams? Und wie erfolgreich wäre wohl  „Ziemlich beste Freunde“ ohne den Soundtrack von Ludovico Einaudi geworden?

Dass ein Film komplett durch Klaviermusik gestaltet wird, ist selten. Häufiger bestimmen zumindest ein oder zwei Klaviertitel einen Film, wie bei „Forrest Gump“ oder „Die wunderbare Welt der Amelie“. Viele dieser Filme wurden sehr erfolgreich. Hier eine Auswahl:  Continue reading

Ende April erschien das Crossover Album „Sylva“ von Snarky Puppy und dem Metropol Orchestra. Ein sensationeller Mix aus Jazz, Funk und klassischen Elementen. In dem 15-minütigen Stück „The Curtain“ versteckt sich ein zauberhaftes Klavier-Solo. Es ist der perfekte Ruhepol in Mitten eines aufwühlenden Klangfeuerwerks. Auf Youtube hat  ein User bereits die Transkription hochgeladen. Die Noten wirken zunächst ganz unscheinbar. Eine Reihe von parallel und in Halben verlaufenen Akkorden in rechter und linker Hand. Eine zarte, synkopierte Melodie entwickelt sich und steigert sich von triolischen Bewegungen hin zu perlenden Klangkaskaden. Der britische Pianist von Snarky Puppy, Bill Laurance, spielt es großartig. Seine beiden Soloalben „Swift“ und „Flint“ sind keine reinen Klavieralben, aber extrem spannend und abwechslungsreich. Sehr empfehlenswert!

Switch off the noisy sounds of New York! Switch off the blaring horns of the cabs, the steam rising from the subway, the buzzing people around you, always in a hurry someplace else. Switch on my music. Put the headphones on to discover places off the beaten track, places to relax and recuperate.
Enjoy my new piano release “manhattan meditation” – inspired by the quiet sides of N.Y.C.
iTunes: https://itunes.apple.com/us/album/manhattan-meditation-relaxing/id920339578

Amazon: http://www.amazon.com/Manhattan-Meditation-Relaxing-Piano-Music/dp/B00NOYYSOS/ref=sr_1_3?s=dmusic&ie=UTF8&qid=1411055909&sr=1-3&keywords=Piano+Melancol%C3%ADa

a preview from the new CD – Hörproben vom neuem Album: piano melancolia part II:

Wie vertreibt man als Künstler seine CDs, wenn man keinen Vertrag mit einem Label hat? Es gibt zwar unzählige Presswerke, die die Produktion auch kleiner Auflagen zu günstigen Konditionen anbieten, aber nur wenige, die auch einen sinnvollen Vertrieb anbieten. Ich habe mich für die Oomoxx media entschieden. Neben wirklich günstigen Konditionen bei der Pressung bietet Oomoxx die Aufnahme in das Vertriebssystem Phononet (ab einer Auflage von 2000 CDs sogar kostenlos – für einen Zeitraum von 2 Jahren), dadurch ist auch der Vertrieb über Amazon garantiert. Interessierte Künstler können sich hier informieren: http://www.oomoxx.de